In den Revoltejahren 1968 und 1969 schuf Lothar-Günther Buchheim eine Serie von Lithografien, die er PiPaPop Poster nannte. Die über hundert Entwürfe sind sein Beitrag zur Umbruchszeit. Er vermischt das zeitgemäße knallbunte Design der Jugendbewegung vorbehaltlos mit der Bildästhetik der Elterngeneration. Er lässt die Bilder und Leitsprüche der gegensätzlichen Weltanschauungen in ironischem Spiel gegeneinander antreten. Die Neuinszenierung der Werkgruppe stammt von dem Stuttgarter Lichtkünstler Kurt Laurenz Theinert. Mit seiner aus Projektoren und Fensterfolien zusammengesetzten Installation überträgt Theinert die psychedelische Grundmelodie von Buchheims Postern auf den ganzen Raum.