Visual Piano


Feine Linien aus Licht tasten die Wände ab und verdichten sich zu bewegten Netzen, die den Betrachter wie die Raumsimulationen eines riesigen Computerbildschirms umschließen. Weiße, rechteckige Flächen lösen die Linien ab. Erst winzig, dann plötzlich mannshoch blitzen sie stroboskopartig an unvorhergesehenen Orten auf – sich verformend, sich umstülpend, »tanzend«. Schließlich verschmelzen Linien und Flächen zu pulsierenden Mustern aus psychedelischen Farben und kristallinen Formen – und hinterlassen nach ihrem Verschwinden den Betrachter in einem regelrechten Farbrausch.


Winfried Stürzl